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Liebherr Pokal-Finale: TTF scheitern im Halbfinale an Saarbrücken

1. FC Saarbrücken TT - TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

 

Es hat nicht gereicht. Ohne den Weltranglisten-Neunten Simon Gauzy, dessen Rückenprobleme einen Einsatz nicht zuließen, unterlagen die TTF in einem spannenden Halbfinalmatch dem 1.FC Saarbrücken mit 1:3.

 

Vor 3.500 Zuschauern in der Neu-Ulmer ratiopharm arena, darunter viele TTF-Fans, konnte nur Yuto Muramtsu, der Patrick Baum bezwang, für die Oberschwaben punkten. Jakub Dyjas und Hugo Calderano verspielten gegen den Ex-Ochsenhauser Tiago Apolonia klare Führungen und gingen am Ende leer aus. Da Calderano auch gegen Patrick Franziska den Kürzeren gezogen hatte, durften die Saarländer am Ende jubeln, die damit das erste von vier Duellen im Januar/Februar gewannen – man begegnet sich demnächst bekanntlich auch noch in der Champions League sowie in der Bundesliga-Rückrunde. Es gibt also noch einige Gelegenheiten zur Revanche für die jungen Oberschwaben, die dennoch nach der Partie ziemlich niedergeschlagen waren, wären sie doch zu gerne „vor ihrer Haustür“ ins Pokal-Endspiel eingezogen und hätten dort Titelverteidiger Borussia Düsseldorf, der Werder Bremen im anderen Halbfinale keine Chance ließ, auf Herz und Nieren geprüft.

 

Die Chance war da, doch man konnte sie nicht nutzen – die routinierte Truppe von der Saar, in der man Ex-Jugendweltmeister Patrick Baum den Vorzug vor dem angeschlagenen Bojan Tokic gegeben hatte, zeigte sich in den entscheidenden Momenten einen Tick ausgebuffter und nervenstärker, besonders Tiago Apolonia, der zweimal eigentlich auf der Verliererstraße schien und die Kastanien doch noch aus dem Feuer holte.

 

TTF-Sportmanager Daniel Zwickl wollte den Spielern keinen Vorwurf machen: „Wir wussten, dass es ohne Simon schwer werden würde. Die Jungs haben alles gegeben. Der Knackpunkt war das Spiel von Jakub gegen Apolonia. Jakub hat eigentlich sehr gut gespielt und hatte den Sieg fast im Sack. Doch er konnte es ebenso wenig nach Hause bringen wie später Hugo gegen Tiago. Auf Hugo lastete heute viel Druck, das hat man ihm angemerkt. Wir hoffen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein und wollen es dann besser machen.“

 

TTF-Präsident Kristijan Pejinovic äußerte sich nochmals zum Fehlen von Simon Gauzy: „Er muss noch ein bis zwei Wochen pausieren, bis wieder an einen Einsatz in Wettkämpfen zu denken ist. Er hat zwar mit leichtem Training begonnen, ist aber noch nicht wieder so weit. Auch wenn uns der Pokal am Herzen lag, konnten wir mitten in der Saison nichts riskieren, zumal er noch Schmerzen im Rückenbereich hatte. Schließlich haben wir vier andere gute Spieler, die es in solchen Fällen eben auch mal richten müssten.“ Auch für Pejinovic war die Auftaktniederlage von Dyjas gegen Apolonia ein entscheidender Moment, der ausschlaggebend war, dass das Spiel in die andere Richtung gelaufen ist. „Jakub hatte 2:1 und 9:5 geführt, da muss das Match eigentlich nach Hause gebracht werden“, so Pejinovic. „Er hat heute das gespielt, was er zurzeit kann und ist allmählich wieder im Kommen. Tiago war heute aber auch sehr nervenstark.“ Zufrieden war der Präsident mit Yuto Muramatsu: „Yuto hat gegen Baum, der gut gegen Abwehr kann, gut gespielt und hätte sogar 3:0 gewinnen können.“ Weniger zufrieden war er mit der heutigen Nummer eins, Hugo Calderano: „Das war nicht gut heute, sondern ziemlich enttäuschend, aber das weiß er selbst ganz genau. Er hat sich den Sieg klauen lassen von einem Tiago Apolonia, der heute wirklich der Meisterdieb war.“

 

Dennoch gibt es – laut Pejinovic – keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen: „Klar, verloren ist verloren. Wir haben uns aber trotz der Niederlage ganz ordentlich verkauft. Wir haben gesehen, dass wir auch ohne Simon mit Saarbrücken auf Augenhöhe sind. Wir werden noch sehr spannende Spiele gegen sie in der Champions League und in der Bundesliga erleben.

 

 

1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

Tiago Apolonia – Jakub Dyjas 3:2 (14:12, 9:11, 6:11, 11:9, 11:7)

Patrick Franziska – Hugo Calderano 3:1 (11:8, 11:9, 6:11, 11:7)

Patrick Baum – Yuto Muramatsu 1:3 (11:13 8:11, 13:11, 9:11)

Tiago Apolonia – Hugo Calderano 3:1 (12:10, 5:11, 12:10, 11:8)

 

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