TTF mit lockerem Sieg gegen Schlusslicht Juelich

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC indeland Jülich 3:0

TTF mit lockerem Sieg gegen Schlusslicht Juelich

Die TTF Liebherr Ochsenhausen sind nach dem grandiosen Pokalsieg von Neu-Ulm wieder in der Bundesliga angekommen. Der Aufprall war nicht heftig und verursachte keine Kopfschmerzen. Vor 320 Fans in Ehingen waren die Pokalhelden gegen Schlusslicht Juelich nie ernsthaft in Gefahr, gewannen in einer Stunde und 40 Minuten mit 3:0 und festigten damit die Tabellenführung in Europas Topliga mit 24:4 Punkten, gefolgt von Titelverteidiger Düsseldorf (22:6).


Natürlich waren viele gegen einen sportlich gewiss nicht so attraktiven Gegner gekommen, um den TTF-Assen nochmals die Ehre zu erweisen, die acht Tage zuvor nach beinahe 15 Jahren erstmals wieder einen Titel nach Ochsenhausen geholt hatten. Beim Einlaufen des Teams betrat als letzter dessen Cheftrainer Dmitrij Mazunov mit dem Pokal unter dem Jubel der Zuschauer das Spielfeld. Nachdem auch Simon Gauzy nochmals geehrt wurde, der vor zehn Tagen erstmals Vater geworden war, konnte es losgehen.


Die TTF hatten Gauzy und Hugo Calderano diesmal bewusst nicht nominiert. „Heute sollten Stefan und Jakub, die im Pokal nicht zum Einsatz gekommen waren, ran. Schließlich haben wir fünf Top-Spieler im Kader und jeder hat es verdient, zu spielen“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Und Jang Woojin sollte nach seinem Deutschland-Debüt in Neu-Ulm die Gelegenheit bekommen, erstmals Bundesligaluft zu schnuppern.“


Jang hatte dann im ersten Match des Tages gegen den belgischen Linkshänder Robin Devos keinen ganz leichten Stand. Natürlich ist Devos ganz klar Jülichs bester Mann, aber der der Weltranglistenelfte aus Südkorea hatte bei seinem 3:1-Erfolg noch erkennbare Anlaufschwierigkeiten. „Jang zeigt im Moment noch nicht annähernd, was er wirklich kann. Er war auch heute bei seinem Bundesligadebüt noch ziemlich nervös und hat recht viele einfache Fehler gemacht“, analysierte Pejinovic. „Aber er hat natürlich die Klasse, ein solches Spiel dann trotzdem noch relativ klar nach Hause zu bringen. Er wird sich in den nächsten Wochen noch erheblich steigern.“


Der Rest war eigentlich nur noch Formsache. Jakub Dyjas, der seine Einzelbilanz auf stolze 10:2 hochschraubte, hatte gegen die Nummer 108 der Welt Martin Allegro, ebenfalls Belgier, überhaupt keine Probleme. Ähnlich ging es Stefan Fegerl gegen Dennis Klein, der einst dem Liebherr Masters College angehörte. Nur im ersten Satz konnte der 21-jährige Oberschwabe im Jülicher Dress dem TTF-Österreicher auf Augenhöhe begegnen, danach wurde es zunehmend einseitig. Somit war die Partie zeitig beendet und den Fans blieb genügend Zeit, sich Autogramme geben zu lassen und sich Selfies mit ihren Idolen und dem deutschen Tischtennis-Pokal im Hintergrund zu sichern.


In den nächsten Tagen sind die Spieler – bis auf Jang Woojin, der in Ochsenhausen trainieren wird – erst einmal bei den Hungarian Open in Budapest im Einsatz. Am kommenden Sonntag muss man dann in der TTBL beim Tabellendritten TTC Schwalbe Bergneustadt ran – natürlich ein ganz anderes Kaliber als Jülich. Doch die TTF sind zuversichtlich, auch diese Hürde zu meistern.

 

Das Spiel im Überblick


Jang Woojin – Robin Devos 3:1 (10:12, 11:7, 11:6, 11:9)
Jakub Dyjas – Martin Allegro 3:0 (11:9, 11:6, 11:8)
Stefan Fegerl – Dennis Klein 3:0 (13:11, 11:5, 11:4)