TTC Schwalbe Bergneustadt – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3

TTF gewinnen achtes Pflichtspiel in Folge

Die TTF Liebherr Ochsenhausen haben auch die hohe Hürde in Bergneustadt übersprungen. Es war allerdings ein extrem harter Kampf von fast dreieinviertel Stunden im Verfolgerduell erforderlich, bevor der Titelverteidiger in der Bergneustädter Burstenhalle die beiden Punkte unter Dach und Fach hatte.

 

Nun sind die TTF mit 12:4 Punkten alleiniger Verfolger des Spitzenduos Saarbrücken-Düsseldorf (jeweils 14:2), da neben Bergneustadt auch Bad Königshofen (1:3 gegen Düsseldorf) eine Niederlage quittieren musste. Zudem stehen die Schützlinge von Dmitrij Mazunov erstmals in dieser Saison auf einem Play-off-Platz.

 

Simon Gauzy, Stefan Fegerl und das Doppel Fegerl/Sidorenko, die mit den Bergneustädtern Robles/Drinkhall eines der stärksten TTBL-Doppel besiegten, punkteten für die TTF. Bereits in der Vorwoche beim 3:2 gegen Bad Königshofen hatten Fegerl/Sidorenko den Unterschied gemacht. „Bergneustadt hat ein starkes Doppel, aber ich vertraue meinen Jungs. Deswegen hatte ich keine Bedenken, die beiden wieder spielen zu lassen, die sich als Rechts-Links-Gespann gut ergänzen, Sidorenko mit jugendlicher Power, Fegerl durch Erfahrung und Abgeklärtheit“, sagte Cheftrainer Mazunov.

 

Dass es überhaupt zum alles entscheidenden Doppel kam, hatte natürlich seine Vorgeschichte. Zunächst nämlich hatte Bergneustadts Spitzenspieler Benedikt Duda den ersten Punkt für seine Farben geholt. Ein keineswegs schwacher Jakub Dyjas konnte gegen den DTTB-Nationalspieler eine 2:1-Satzführung nicht ins Ziel bringen.

 

Doch die TTF zeigten sich hellwach und schlugen zurück. Simon Gauzy (3:0 gegen Alvaro Robles) und Stefan Fegerl (3:1 gegen Paul Drinkhall) gewannen ihre Matches sicher und brachten den amtierenden Deutschen Meister mit 2:1 in Führung. Allerdings konnte Simon Gauzy das hohe Niveau vom ersten Match im Duell der Einser gegen Duda nicht erneut an den Tisch bringen und musste eine am Ende doch ziemlich deutliche 1:3-Niederlage quittieren.

 

Somit kam es zum richtig spannenden Doppel-Duell, in dem viele die Schwalben-Asse Robles/Drinkhall in der Favoritenrolle sahen. Doch die beiden Ochsenhauser hielten in jeder Phase, auch nach dem unglücklich in der Verlängerung verlorenen ersten Satz, gut dagegen. Es blieb bis zum letzten Ball spannend, doch Fegerl/Sidorenko hatten sich schließlich ihren knappen Erfolg (10:12, 12:10, 11:9, 12:10) redlich verdient – auch durch ihre Nervenstärke in den wichtigen Situationen.

 

„Bergneustadt hat eine gute, eingespielte Mannschaft mit Play-off-Erfahrung, deshalb haben wir es genau so schwer erwartet, wie es dann tatsächlich war“, sah sich Dmitrij Mazunov bestätigt. „Wir haben unseren Rhythmus inzwischen gefunden, hoffentlich läuft es so weiter.“ Der Trainer fügte hinzu: „Natürlich sieht es in der Tabelle für uns jetzt besser aus als vor einigen Wochen. Wir bleiben aber auf dem Boden, jetzt folgt Spiel auf Spiel und die Gegner werden nicht leichter. Deshalb gilt es, weiter gut zu trainieren und noch etwas zuzulegen.“

 

Am kommenden Sonntag müssen die TTF zum Derby in Neu-Ulm antreten, das inzwischen auch den Top-Koreaner An Jaehyeon an Bord hat und erst einmal geschlagen werden will.

 

 

Das Spiel in der Übersicht

Benedikt Duda – Jakub Dyjas 3:2 (5:11, 11:9, 7:11, 11:8, 11:8)

Alvaro Robles – Simon Gauzy 0:3 (7:11, 6:11, 9:11)

Paul Drinkhall – Stefan Fegerl 1:3 (4:11, 10:12, 11:5, 7:11)

Benedikt Duda – Simon Gauzy 3:1 (11:7, 9:11, 11:2, 11:3)

Robles/Drinkhall – Fegerl/Sidorenko 1:3 (12:10, 10:12, 9:11, 10:12)