Post SV Mühlhausen – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

Jetzt hat es auch die TTF erwischt: Niederlage in Muehlhausen

Die TTF wussten, was sie im Hexenkessel von Mühlhausen erwartet und hatten – zumindest galt dies für Simon Gauzy und Hugo Calderano – das 0:3 aus der letzten Saison noch nicht vergessen. Und auch Präsident Kristijan Pejinovic hatte im Vorfeld vor der schwierigen Aufgabe gewarnt.

 


Doch es half nichts, man startete zwar gut in die Bundesliga-Partie des 3. Spieltags, doch konnte man das hohe Level nicht halten und ließ die Thüringer immer stärker aufkommen – hinzu kam noch etwas Pech mit Netz- und Kantenbällen der von 300 Fans nach vorne gepuschten Thüringer, besonders bei Simon Gauzy, der es nicht schafte, sein Team ins Doppel zu retten, in dem es sicher gute Karten besessen hätte. So musste man nach zweidreiviertel Stunden mit 1:3 die erste Saisonniederlage quittieren. Das ist schade aber nicht tragisch, die Saison ist noch jung und der Fokus liegt bereits auf dem wichtigen Pokalspiel am Freitag in Ehingen gegen Fulda-Maberzell.

 


Hugo Calderano machte den Anfang gegen den Österreicher Daniel Habesohn, der zuletzt prima Ergebnisse auf der World Tour erzielt und sich in der Weltrangliste auf Platz 41 emporgearbeitet hat. Der Ochsenhauser machte von Anfang an deutlich, wer Chef im Ring war und zog rasch mit 2:0 Sätzen davon. Gegen Ende wurde es zwar nochmal eng, doch am 3:1-Erfolg von Calderano gab es nichts zu rütteln. Nun hoffte man natürlich auf TTF-Seite, dass es so weitergehen würde, doch das nächste Match zeigte schon, dass es ganz schwer werden würde. Simon Gauzy fand gegen Ovidiu Ionescu nur phasenweise in sein Spiel und verlor die ersten beiden Durchgänge in der Verlängerung. Den dritten Satz konnte er zwar auf der Habenseite verbuchen, doch im vierten war wieder der Rumäne vorne.

 


Nach der Pause sollte Stefan Fegerl die TTF wieder in Führung bringen, und es ging auch gut los gegen den baumlangen Tschechen Lubomir Jancarik. Der erste und der zweite extrem enge Satz gingen noch an Fegerl, doch dann kam mehr und mehr Sand ins Getriebe des Österreichers, der am Ende ein bitteres und vermeidbares 2:3 hinnehmen musste. Nun musste Simon Gauzy unbedingt Habesohn schlagen, um sein Team im Spiel zu halten – doch es funktionierte nicht. Sein Gegner spielte sich, frenetisch angefeuert von den Zuschauern, in einen Rausch hinein und traf gerade gegen Ende des Matchs einfach alles – und wenn es sein musste auch mit Netz oder Kante. Die erste TTF-Niederlage der Saison 2018/19 war perfekt.

 


„Mühlhausen bleibt ein schwieriges Pflaster für uns“, so Kristijan Pejinovic. „Vom Glück waren wir heute nicht unbedingt verfolgt, besonders Simon nicht. Doch der Gegner war stark, hat sich gut hineingekämpft und – im Gegensatz zu uns – seine Chancen eben genutzt. Glückwunsch!“ Der TTF-Präsident ergänzte: „Uns steckte sicher auch noch das Freitagsspiel gegen Saarbrücken ein wenig in den Knochen, aber der Gegner hat das heute auch gut gemacht und ist – gepuscht von den Fans – richtig heißgelaufen.“ Nun gelte es, nach vorne zu blicken. „Mund abputzen und den Fokus nun voll auf das wichtige Pokal-Achtelfinale gegen Fulda legen, das ist nun die Devise.“

 

 

Das Spiel im Überblick
Daniel Habesohn – Hugo Calderano 1:3 (7:11, 5:11, 12:10, 10:12)
Ovidiu Ionescu – Simon Gauzy 3:1 (12:10, 12:10, 9:11, 11:7)
Lubomir Jancarik – Stefan Fegerl 3:2 (8:11, 17:19, 11:9, 11:8, 11:6)
Daniel Habesohn – Simon Gauzy 3:0 (11:4, 11:9, 14:12)