Hugo Calderano gewinnt Panamerika Cup

Hugo Calderano gewinnt Panamerika Cup

Die 100.000-Einwohner-Stadt Guaynabo in Puerto Rico war am Wochenende Schauplatz des Panamerika Cups 2019. Der von allen Gejagte war natürlich Titelverteidiger Hugo Calderano von den TTF Liebherr Ochsenhausen. Dem Weltranglistensechsten, der schon das Turnier im Vorjahr in Asunción gewonnen hatte, glückte die Titelverteidigung.


Zunächst schaltete der topgesetzte Brasilianer im Viertelfinale den Puerto-Ricaner Brian Afanador mit 4:0 aus. Im Halbfinale traf Hugo Calderano auf den Paraguayer Marcello Aguirre vom Ochsenhauser Ligakonkurrenten TTC Zugbrücke Grenzau. Aguirre machte ein Klassespiel und forderte Calderano sechs Sätze lang nach allen Regeln der Kunst, doch der Favorit hatte den längeren Atem und siegte mit 11:7, 7:11, 9:11, 13:11, 11:9 und 13:11 – ein hartes Stück Arbeit.


Im Finale gegen den 18-jährigen US-Amerikaner Kanak Jha, aktuelle Nummer 49 der Weltrangliste und kommende Saison ebenfalls in Grenzau unter Vertrag, ging es dann einen Tick moderater zu. Immerhin hatte Jha im Halbfinale Calderanos Landsmann Gustavo Tsuboi vom SV Werden Bremen ausgeschaltet (4:2), Calderano selbst war jedoch nochmal ein anderes Kaliber. Beim Fünf-Satz-Sieg des TTF-Profis hatte dieser nur im zweiten Satz echte Probleme und machte es im fünften Durchgang nochmals ein wenig spannend, hatte ansonsten die Angelegenheit aber gut im Griff (11:2, 12:14, 11:3, 11:8, 12:10).


Ein weiterer schöner Erfolg für Hugo Calderano, der damit auch die direkte Qualifikation für den World Cup im Herbst geschafft hat. „Natürlich ist Hugo als Favorit an den Start gegangen. Dennoch ist ein solches Turnier für ihn nie einfach, da er von allen gejagt wird und jeder Gegner auf einen Ausrutscher von ihm hofft“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Er hat das sehr gut gemacht und sich keine Blöße gegeben. Für ihn selbst ist das immer ein sehr wichtiges Turnier, das er unbedingt für sein Land gewinnen will. Glückwunsch an Hugo und Jean René Mounie, dem wir ihm auch für den Panamerika Cup als Coach an die Seite gestellt hatten!“


Zeitgleich fand in Montreux (Schweiz) das hochkarätig besetzte europäische Ranglistenturnier Europe Top 16 statt. Für die TTF war Simon Gauzy am Start. Im Achtelfinale schaltete er seinen hoch eingeschätzten ehemaligen Ochsenhauser Klubkollegen Liam Pitchford ohne Satzverlust aus (11:9, 11:8, 11:9, 11:7) – eine starke Leistung. Doch im Viertelfinale fand Gauzy in dem seit Monaten richtig starken Österreicher Daniel Habesohn seinen Meister, dem er mit 2:4 (7:11, 11:5, 9:11, 11:5, 5:11, 7:11) unterlag.


Zwar verpasste der 24-jährige Franzose somit eine Medaille, insgesamt hat er aber in Montreux keinen schlechten Eindruck hinterlassen. „Die Leistung von Simon war in Ordnung“, so das Urteil von Kristijan Pejinovic. „‘Pitch‘ muss man erst mal so glatt schlagen und gegen Habesohn ist es eben ein 50:50-Spiel. Simon ist auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke.“