3:1 - TTF-Arbeitssieg in Juelich

TTC indeland Jülich – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3

3:1 - TTF-Arbeitssieg in Juelich

Keine 48 Stunden nach dem grandiosen Pokalerfolg gegen Fulda-Maberzell haben die TTF Liebherr Ochsenhausen ihr Bundesligaspiel bei Aufsteiger TTC indeland Jülich mit 3:1 gewonnen.

 

Nach einer beschwerlichen Autobahnfahrt von gut acht Stunden konnte die TTF-Asse diesmal weniger brillieren, denen zudem noch ein wenig das Pokalspiel in den Knochen steckte. Nicht von ungefähr war heute Jakub Dyjas, der gegen Fulda pausiert hatte, bester Mann im Ochsenhauser Dress.

 

So war es diesmal nicht möglich, einen hungrigen, ausgeruhten Gegner, der recht gut spielte, zu überrollen. Es gab eine Reihe enger Sätze, in denen sich aber am Ende meist die TTF-Akteure aufgrund ihrer größeren spielerischen Qualität behaupteten. Man kann es als einen Arbeits- und Pflichtsieg verbuchen, der nach 132 Minuten feststand.

 

Dabei bezwangen sowohl Simon Gauzy als auch Jakub Dyjas den Belgier Martin Allegro, jeweils in vier Sätzen. In seinem ersten Match hatte Dyjas den Ex-LMC-Studenten Dennis Klein mit 3:0 in die Schranken gewiesen. Lediglich Hugo Calderano musste ein Spiel abgeben, der gegen den belgischen Linkshänder Robin Devos nicht in seinen Rhythmus fand und beim 0:3 selbst den dritten Durchgang nach haushoher Führung (10:3!) nicht ins Ziel bringen konnte.

 

Die TTF haben damit ihr Vorhaben realisiert, mit einem Sieg in die EM-Pause zu gehen. Als Tabellenzweiter mit 6:2 Zählern hinter der noch verlustpunktfreien Düsseldorfer Borussia werden die Oberschwaben erst am 30. September wieder in der Bundesliga aufschlagen, wenn sie am fünften Spieltag in Ehingen den Tabellendritten TTC Schwalbe Bergneustadt empfangen.

 

Cheftrainer Dmitrij Mazunov war im Großen und Ganzen einverstanden mit dem Auftritt in Jülich, auch wenn nicht alles optimal lief. „Wir sind zufrieden mit dem Sieg, natürlich hatten wir es uns etwas leichter vorgestellt“, so Mazunov. „Die Jülicher haben gut mitgehalten, Jakub hat am Ende aber kühlen Kopf behalten und nicht zugelassen, dass es zum Schlussdoppel kam.“

 

TTF-Präsident Kristijan Pejinovic hatte eine schlüssige Erklärung, weshalb es nicht bei allen rund lief. „Wir hatten eine anstrengende Acht-Stunden-Anreise bei heftigem Verkehr, das hat den einen oder anderen ganz schön geschlaucht, gerade ein paar Stunden nach dem Fulda-Spiel“, stellte Pejinovic fest. „Deshalb mussten wir auch unser Abschlusstraining in der Halle verkürzen. Gerade Hugo war von der Fahrt heftig mitgenommen, wollte es aber unbedingt versuchen, sonst hätten wir Stefan Fegerl spielen lassen.“ Eine Ausrede soll das aber nicht sein. „Unser Gegner war gut vorbereitet und hat beherzt gespielt und gekämpft. Gerade Devos war stark, aber auch Allegro war heute keineswegs leicht zu schlagen. Am Ende wurde es sogar noch spannend.“ Zwar hatte auch Jakub Dyjas ordentlich zu kämpfen, doch behielt der 22-Jährige die Nerven und machte die entscheidenden Punkte. „Jakub war heute unser Matchwinner“, so Pejinovic. „Er war frisch und fühlte sich gut, auch hat ihm die Fahrt weniger zugesetzt als den anderen.“ Pejinovics Fazit: „Hauptsache wir haben die beiden Punkte. Damit können wir positiv in die EM-Pause gehen.“

 

Das Spiel im Überblick
TTC indeland Jülich – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Martin Allegro – Simon Gauzy 1:3 (9:11, 4:11, 11:5, 9:11)
Dennis Klein – Jakub Dyjas 0:3 (10:12, 6:11, 9:11)
Robin Devos – Hugo Calderano 3:0 (11:9, 11:6, 14:12)
Martin Allegro – Jakub Dyjas 1:3 (9:11, 9:11, 15:13, 11:13)

Jakub Dyjas überzeugte mit 2 Siegen